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1. Juni 2010

Kinder und Familien unterstützen

Anlässlich des Internationalen Kindertages fordert Matthias Bärwolff, kinderpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, den Ausbau von familien- und kinderpolitischen Maßnahmen.

 

Der massive Geburtenrückgang seit 1991 belege, dass Kinder immer noch ein großes Hemmnis für berufliche Perspektiven sind. "Deshalb brauchen wir unbedingt die Einführung einer Kindergrundsicherung, die es Kindern und Familien ermöglicht, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Viele Familien scheuen davor zurück, sich für Kinder zu entscheiden, aufgrund der großen finanziellen Belastungen, die Kinder für Eltern bedeuten. Schließlich sind Kinder das Armutsrisiko Nummer eins", sagte Bärwolff am Rande eines Kinderfestes am Berliner Platz, einem sozialen Brennpunkt Erfurts.

Zurückgehende Geburtenzahlen und der allgemeine demographische Wandel seien "Warnsignale, auf die reagiert werden muss", fordert der Abgeordnete der LINKEN. "Allerdings sollte die Reaktion auf Geburtenrückgang nicht das unentwegte Ausdünnen des sozialen Netzes sein. Denn weniger Kinder bedeuten nicht weniger Hilfebedarf für das soziale Sicherungssystem", betont Bärwolff angesichts der Vorschläge, Sozialleistungen wie Elterngeld künftig zu streichen. In Anbetracht der Tatsache, dass rund 25 Prozent aller Kinder in Thüringen auf Sozialgeld angewiesen sind, "bleibt der Kampf gegen Kinderarmut eine der wichtigsten politischen Aufgaben der Gegenwart", so Matthias Bärwolff abschließend.